Retail Media Networks: Die stille Revolution im Marketing

Amazon, Otto, Zalando – Retailer werden zu Medienunternehmen. Warum das am schnellsten wachsende Werbeformat ist und wie Marken davon profitieren.
Die dritte große Welle der digitalen Werbung
Nach Search (Google) und Social () kommt – und es wächst schneller als beide zusammen. Weltweit werden 2026 über 150 Milliarden Dollar in Retail Media investiert. In Deutschland haben Amazon Ads, Otto Advertising und Zalando Marketing Services den Markt grundlegend verändert.
ist nicht einfach ein weiterer Kanal. Es ist ein neues Paradigma.
Was Retail Media Networks sind
Networks (RMNs) sind Werbeplattformen, die von Händlern betrieben werden. Sie ermöglichen es Marken, Werbung direkt dort zu schalten, wo Kaufentscheidungen getroffen werden – im Online-Shop.
Die wichtigsten Spieler in Deutschland
- Amazon Advertising: Marktführer mit Sponsored Products, Brands und Display
- Otto Advertising: Wachsender Player im deutschen
- Zalando Marketing Services: Fashion-fokussiertes
- MediaMarktSaturn: Retail Media im Elektronik-Bereich
- REWE & Schwarz Gruppe: Grocery Retail Media im Aufbau
Warum Retail Media so mächtig ist
1. First-Party-Daten auf Transaktionsebene
Retailer wissen nicht nur, was Nutzer:innen suchen – sie wissen, was sie kaufen. Das macht Daten wertvoller als Social Media Daten.
2. High-Intent Umfeld
Wer auf Amazon sucht, will kaufen. Die -Nähe ist bei keinem anderen Kanal so hoch. Das bedeutet: Höhere ROAS, kürzere Customer Journeys.
3. Closed-Loop Measurement
Vom Ad-Impression bis zum Kauf – alles passiert innerhalb einer Plattform. ist kein Ratespiel mehr, sondern messbare Realität.
4. Cookie-unabhängig
Retail Media basiert auf eingeloggten Nutzer:innen und eigenen Transaktionsdaten. Cookies sind irrelevant.
Retail Media Formate
| Format | Beschreibung | Einsatz |
|---|---|---|
| Sponsored Products | Produktanzeigen in Suchergebnissen | Lower , Direct Response |
| Sponsored Brands | Marken-Banner in der Suche | Mid , |
| Display Ads | Banner auf der Plattform | Upper Funnel, Awareness |
| Video Ads | Video-Formate im Shopping-Kontext | Storytelling, Engagement |
| Off-Site Ads | Retargeting außerhalb der Plattform | Reichweite, Remarketing |
Strategien für Marken
1. Retail Media als Performance-Kanal
- Sponsored Products für direkte Abverkäufe
- Keyword-Strategien wie bei SEA, aber im Shop-Kontext
- Bid-Management und Budget-Allokation optimieren
2. Retail Media für Branding
- Sponsored Brands für Markenbekanntheit
- Video Ads für emotionale Markenkommunikation
- Share of Voice als KPI neben ROAS
3. Retail Media im Media-Mix
- Nicht isoliert betrachten, sondern als Teil des Gesamtbudgets
- Synergien mit Social und Search nutzen
- Inkrementalität messen: Was bringt zusätzlich?
Herausforderungen
- Fragmentierung: Jede Plattform hat eigene Tools, Metriken und Standards
- Transparenz: Nicht alle RMNs bieten vollständige Reporting-Daten
- Kosten: CPCs steigen mit zunehmendem Wettbewerb
- Standardisierung: Es fehlt an einheitlichen Metriken und Benchmarks
Unsere Empfehlung
1. Starte mit Amazon – dort liegt der größte Markt und die beste Infrastruktur
2. Teste weitere RMNs – besonders branchenrelevante Plattformen
3. Investiere in Expertise – erfordert spezialisiertes Know-how
4. Integriere in den Media-Mix – kein Silo, sondern Teil der Gesamtstrategie
Fazit
ist kein Hype – es ist die logische Weiterentwicklung des digitalen Marketings. Marken, die jetzt investieren, sichern sich Wettbewerbsvorteile in einem Markt, der gerade erst beginnt, sein Potenzial zu entfalten.
Die Zukunft der Werbung liegt dort, wo gekauft wird.
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