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    Synthetic Research Data

    Synthetic Research Data sind künstlich erzeugte Daten für Forschungs- und Testaufgaben. Sie können ausgewählte Eigenschaften realer Daten nachbilden oder definierte Szenarien darstellen. Sie sind keine neu erhobenen Beobachtungen realer Menschen und nicht automatisch repräsentativ oder anonym.

    Synthetic Research Data im Detail

    Der Zweck entscheidet, welche Eigenschaften erhalten bleiben müssen. Für einen technischen Importtest können Dateistruktur und plausible Werte genügen. Für eine inhaltliche Analyse wäre dagegen zu prüfen, ob gerade die relevanten Zusammenhänge ausreichend abgebildet werden.

    Ein Modell, das Antworten einer Zielgruppe simuliert, befragt diese Zielgruppe nicht. Seine Ausgaben können zur Formulierung von Hypothesen oder zum Durchspielen eines Fragebogens anregen. Zustimmung zu einer Kampagnenidee ist damit noch kein Nachweis echter Akzeptanz.

    Kennzeichne Herkunft, Erzeugungsmethode und Einsatzgrenzen im Datensatz und Bericht. Vermische simulierte und erhobene Antworten nicht zu einer scheinbar größeren realen Stichprobe. Mehr künstliche Datensätze bedeuten keine zusätzliche unabhängige Beobachtung.

    Die ONS weist darauf hin, dass synthetische Daten nicht alle Eigenschaften der Ausgangsdaten bewahren und mögliche Offenlegungsrisiken geprüft werden müssen. Ob sie für einen konkreten Zweck geeignet sind, braucht einen eigenen Nachweis.

    Beispiele

    Hypothetisches Anwendungsbeispiel

    Ein Team testet die Verarbeitung eines künftigen Fragebogens mit künstlichen Datensätzen: leere Felder, unterschiedliche Antwortkombinationen und ungewöhnliche Werte. Dadurch lassen sich technische Fehler vor der Feldphase suchen. Aussagen über Kaufbereitschaft werden erst aus dafür geeigneten realen Daten abgeleitet.

    Wichtige Punkte

    • Simulation und erhobene Beobachtung unterscheiden.
    • Eignung am konkreten Forschungszweck prüfen.
    • Künstliche Antworten erhöhen keine reale Stichprobengröße.
    • Herkunft und Grenzen dokumentieren.

    Anwendung im Marketing-Alltag

    Beginne mit dem Verwendungszweck. Wähle passende Testeigenschaften, dokumentiere die Erzeugung und prüfe das Ergebnis gegen bekannte Anforderungen. Trenne technische Testergebnisse von Erkenntnissen über einen realen Markt.

    Sinnvolle Messgrößen

    Zweckeignung

    Übereinstimmung mit den für die konkrete Aufgabe benötigten Eigenschaften.

    Testabdeckung

    Abgedeckte technische Situationen und verbleibende Lücken.

    Nachvollziehbarkeit

    Dokumentierte Herkunft, Erzeugung und zulässige Interpretation.

    Häufige Fehler

    • Simulierte Zustimmung als echte Zielgruppenpräferenz ausgeben.
    • Künstliche und reale Antworten ohne Kennzeichnung zusammenführen.
    • Aus dem Wort synthetisch auf vollständige Anonymität schließen.

    Quellen und Einordnung

    Häufige Fragen zu Synthetic Research Data

    Nicht pauschal. Sie können Test- und Entwicklungsaufgaben unterstützen. Für Aussagen über tatsächliche Einstellungen oder Verhalten muss die Eignung gesondert belegt werden.

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